
Entstanden aus der Sanierung und Zusammenlegung zweier Gewerbeeinheiten in der Via Stella im historischen Zentrum von Verona, widmet sich das Projekt des Restaurants TEMPO dem Thema der zeitgenössischen Gastronomie. Dabei versucht es, das „typisch“ italienische Erscheinungsbild zu überwinden, das oft an beruhigende und stereotypisierte Codes gebunden ist. Ziel ist es, eine internationale und flexible Identität zu schaffen, die vom Frühstück bis zum Abendessen gleichermaßen effektiv funktioniert und sich den verschiedenen Rhythmen der Stadt anpasst.
Das Projekt gliedert den Raum um die Idee einer „Essmaschine“ herum und verwandelt die technische Funktionalität in die primäre architekturalen Sprache. Das betriebliche Herzstück ist ein Küchenblock, der als einheitliches Volumen konzipiert ist: Verkleidet mit kantgeflochtenem Blech und ausgestattet mit Edelstahlarbeitsflächen, beherbergt er den Arbeitsbereich für Ofen und Küche. Der Block trägt im oberen Bereich eine intime Galerie, deren Transparenz durch eine Brüstung aus Lochblech gegeben ist, die das Licht filtert und gleichzeitig eine ständige visuelle Verbindung aufrechterhält.
Im Kontrast zum technischen Block wird der Gastraum von einem durchgehenden System fest eingebauter Möbel aus Naturesche, Bänken und Pflanzkästen mit integrierter immergrüner Bepflanzung umhüllt, die einladende Räume schaffen.
Die Materialpalette balanciert die Wärme des Holzes mit dem Grau des Bodenbelags, dem abkanteten Blech, freiliegenden Installationen und einer schallabsorbierenden Decke aus, während eine lineare Beleuchtung den Blick auf das essenzielle, leuchtende Zeichen des TEMPO-Logos lenkt.
Typologie: Restaurant
Ort: Historisches Zentrum, Verona
Kunde: Tempo
Fläche: 280 m²
Kosten: 600.000 €
Status: Realisiert
Jahr: 2025-2026
Fotografie: Simone Marcolin



